Besucherprogramm Schloß Rheydt 2024

Im Bereich des Schlosses stellen Verbände und Organisationen in zahlreichen Infoständen aus. Die Marine und das KarriereCenter stehen wieder mit ihren Info-Mobilen für umfassende Information bereit. Ein absolutes Muss, nicht nur für Sammler, ist das Feldpostamt, aber auch Modellbaufans kommen auf ihre Kosten. Klar, die berühmte Erbsensuppe aus der Feldküche gibt es auch. Auf den fußläufig gut erreichbaren Ausstellungsflächen werden Spezialfahrzeuge der Bundeswehr ausgestellt, ein SAR-Helikopter landet am Mittag auf dem Parkplatz. Drei Landungen der Fallschirmspringer der LLBrig1 sind ebenfalls für den Samstag geplant . Eine Interessengemeinschaft des Reservistenverbandes präsentierte liebevoll restaurierte historische Militärfahrzeuge. Viel „Action“ bringt der ADAC Überschlagsimulator.

Der Eintritt ist kostenlos!

Foto Bundeswehr Niklas Pritzsche | Landung der Fallschirmspringer der LLBrig1
Rettungshubschrauber vom Typ H145 mit der Kennung LUH SAR (Light Utility Helicopter Search and Rescue) 77+02 fliegt in Niederstetten, am 02.03.2020.

Bühnenprogramm

Das Bühnenprogramm des 40. IMM gestaltet die „Big Band Rheinland“ des Reservistenverbandes.

Der Eintritt ist kostenlos!

Wettkampf

Einige der Stationen befinden sich in der Nähe des Schlosses und auf der Ritterwiese. Erleben Sie die Mannschaften beim Biathlon, an der Kletterwand oder beim Übersetzen mit dem Schlauchboot.

Geschichte / History

Die Förderung interalliierter Kontakte (damals waren in Gladbach vier internationale Hauptquartiere stationiert) und eine gezielte positive Öffentlichkeitsarbeit für die Bundeswehr im Großraum Niederrhein nach dem sehr heftig geführten Streit um den NATO Doppelbeschluss waren die beiden Motive, warum die Reservistenkameradschaft Mönchengladbach im November 1984 gemeinsam mit dem Verteidigungskreiskommando 321 Düsseldorf den IMM aus der Taufe hob. Die erste Siegermannschaft bestand aus drei Nationen (BE, GB, GE) und kam vom Stab der NATO-Heeresgruppe Nord (NORTHAG). In einer Welt voll Amtsschimmel und hoher Hierarchie-Hürden hätte es den IMM eigentlich gar nicht geben dürfen.
Ganz unten an der Basis hatten 1984 drei Reservisten die Idee einer offiziellen internationalen Großveranstaltung. Erfreulicherweise ging es ganz problemlos weiter: Der zuständige Bundeswehr-Kommandeur in Düsseldorf prüfte die Pläne, fand sie ohne Tadel – und gab grünes Licht.  Bereuen musste der Offizier seine Entscheidung nicht: Der IMM war auf Anhieb ein Volltreffer! Als Vorlage diente der damalige Bundeswehr-Reservistenwettkampf “Militärpatrouille”: Vier Mannschaftsmitglieder durchlaufen zu Fuß einen Parcours von bis zu 20 km mit zahlreichen Stationen, auf denen
militärisches Grundkönnen und Allgemeinwissen abgefordert wird (Hindernisbahn, Kartenkunde, Schießen, Flugzeugerkennung, Erste Hilfe usw.) – eine breite Aufgabenpalette, die Soldaten und Reservisten aller Teilstreitkräfte und NATO-Staaten mit gleichen Chancen zu erfüllen vermögen.
Am 1. IMM, zu dem bis zu 15 Mannschaften erwartet wurden, nahmen – nach ungewöhnlicher Werbe-Tournee der Organisatoren durch die damals am Niederrhein noch zahlreicheren Kasernen – gleich 32 Trupps aus sechs Nationen teil.
Eine Mediensensation war das erste reine Frauen-Team (vier britische Fernmelde-Soldatinnen aus Krefeld), das jemals bei einer solchen Veranstaltung startete – sogar die ZDF-Nachrichten “heute” berichteten zur Hauptsendezeit in einem ungewöhnlich langen Beitrag darüber. Ein Höhepunkt der Veranstaltungsreihe war der 10. IMM im Jahr 1993 mit 79 Mannschaften aus zwölf Nationen – verbunden mit einem Tag der offenen Tür der NATO auf dem Gladbacher Flugplatz und der angrenzenden Trabrennbahn. Mindestens 12.000 zivile Besucher sahen Fallschirmsprünge, diverse andere Vorführungen und nahmen an Hubschrauber-Rundflügen teil. 2004 kamen zum IMM mit Publikumstag „Sicher – miteinander!“ der Hilfsorganisationen, Verbände, Vereine und Behörden mit Sicherheitsaufgaben rund 2500 Besucher – und der Stellvertretende Generalinspekteur und Befehlshaber Streitkräftebasis, Generalleutnant Hans Heinrich Dieter. Ein weiteres “besonderes Vorkommnis” war 1990 der Besuch der letzten offiziellen NVA-Delegation in der Geschichte der DDR (auf Vermittlung des Bundesverteidigungsministeriums). Es kam zu bewegenden deutschdeutschen Szenen. Es war schon ein Hauch Geschichte, als ein vom offiziellen Feindbild geprägter DDR-Offizier unter Tränen bekannte, erst hier habe er eine „echte Volksarmee” kennengelernt. Das Jubiläum 25 Jahre IMM wurde 2008 mit 18.000 Zuschauern im Rahmen des 25. NATO-Musikfestes gefeiert. In diesem Jahr werden es 37 Jahre IMM sein.


The IMM is an international military competition run by the Bundeswehr every summer or autumn in the Mönchengladbach-Rheindahlen area. It was launched in 1984 and is open to both regular members and reservists of the Bundeswehr and other Nato forces. It is organised by Reservists and run by the Bundeswehr with the aim of promoting and enhancing
links between different Natoforces, above all those serving in JHQ Rheindahlen. There are close bonds of friedship also with reservists from England, Denmark, France and Italy. Former Nato General Secretary Mr. Manfred Woerner, who died a few years ago, invited the winning IMM-Teams to receptions in the NATO-Headquarters, Brussels. One of the IMM-Highlights was the visit of the last delegation in the history of the NVA (the east German Army) in 1990, others were a family‘s day in 1993 with 12.000 visitors and one in 2004 which saw 2500 guests. Since 2008 we have been cooperating with the NATO Music Festival (15.000 spectators) The competition comprises a wide array of tasks including orienteering marching,  military vehicle and equipment recognition, first aid and a rubber dinghy race. Since 1984, the IMM has been organized for the Bundeswehr solely by the volunteer members of the Military Reserve from the Moenchengladbach/ Krefeld/ Duesseldorf region, by people, who may be Directors of companies or blue-collar workers. “Brains, strength and fitness are equally demanded in the IMM”, reports Oberst Helmut Michelis, from the beginning head of the preparing team, which is working over many hundreds of hours in order to make the event a big success with a lot of harmony involved.
Without the help of the Technical Aid Organization (THW), the German Red Cross, the Defence Fire Service, the British Forces in Germany, the British Liaison Officer, Mr. Alistair Clark, and the local fire brigades, the competition would not be possible in its current form.